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Endo Anaconda erzählt die Geschichte des Schweizer Tabaks

Mit Endo einen Film machen? Das kann ja nur lustig werden.

Als ich Endo zur Begrüssung die Hand schüttle, sagt er zu mir: "Sorry, es hett so ne verdammte Verchehr gha!“ Ein bisschen Verspätung gehört zum Star(t), kein Problem. Dann zur Maske, dann rauchen: Heimat Dunkel. Und nur Heimat Dunkel – vor, während und nach dem Dreh. Endo vergleicht die Zigarette mit „irgendetwas Ägyptischem“, das er mal geraucht habe. Dieses Feedback macht mich stolz, auch wenn ich es nicht so ganz verstehe.

Dann ab zum Dreh im kleinen Theater. Die Agentur advertising, art & ideas versteht ihr Handwerk: Teleprompter, Nebel, alles comme il faut. Endo findets nicht immer lustig: Der Prompter ist zu schnell, zu langsam, auf jeden Fall nicht immer Endo-like. Wir drehen jede Szene mehrmals. Endo geniesst jeden Unterbruch, raucht und erzählt aus seinem bewegten Leben. Von Konzerten, Frauen, der Schweiz. Details lassen wir hier weg …

Sechs Stunden später ist der Film im Kasten und das Zimmer ganz verqualmt. Das Resultat ist eine zugleich informative und unterhaltsame Reise durch die Geschichte des Schweizer Tabaks. Film ab.

Roger Koch
Von Roger Koch
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